Verantwortlich leben,
solidarisch handeln.

News 2018

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Arabisch trifft Schwäbisch

Ein Beitrag der Kolpingsfamilie zu den Wochen der Vielfalt in Eislingen.

(gf) Die Kolpingsfamilie hatte in ihr Heim im Gemeindehaus St. Markus eingeladen um mit Flüchtlingen, die in unserer Stadt wohnen, ins Gespräch zu kommen. Viele waren gekommen, Frauen und Mädchen, die Männerwelt der Flüchtlinge war durch einen kleinen Jungen vertreten. Von der Stadtverwaltung war ein vierköpfiges Team gekommen das sich um die Integration der Flüchtlinge kümmert. Da waren Bernd Letzel, unter anderem verantwortlich für Integration, Christina Szalontav, Betreuerin der Asylpaten, Renate Völlinger, Integrationsmanagerin, und Veit Hagl, Integrationsmanager.
Siegfried Riedmüller las zur Einführung in den Themenabend aus einem Schreiben des Kolpingwerks vor, betreffend den „Masterplan Migration“ des Bundesinnenministeriums. Das Kolpingwerk fordert die geplanten Maßnahmen noch einmal kritisch zu betrachten. Deutschland brauche einerseits die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte und müsse auf der anderen Seite ihrer humanitären Verantwortung und christlichen Überzeugung gegenüber den Schutzsuchenden, die sich in Not nach Europa wenden, gerecht werden.
Während Bernd Letzel einen Lagebericht über die Situation in Eislingen abgab sprach die Integrationsmanagerin Renate Völlinger die Einzelheiten ihrer Arbeit an. Im Moment sucht sie dringend eine größere Wohnung für eine Flüchtlingsfamilie. Sie hilft bei Behördengängen. Die Sprachförderung ist eine wichtige Aufgabe. Als Übersetzer können oft die Kinder der Familien hilfreich sein, da sie im Kindergarten oder in der Schule die deutsche Sprache viel leichter lernen als ihre Eltern. Ganz klar kam auch zum Ausdruck, daß von den Flüchtlingen im Gegenzug zu diesen Zuwendungen erwartet wird, dass sie unsere Gesetze, Lebensweise und Werte mindestens achten. Veit Hagl, „der Geduldige“, erzählte wie viel Zeit er investieren muss, um mit einem Schützling zum Beispiel einen Fragebogen auszufüllen. Beide Integrationsmanager lobten die Zusammenarbeit mit Frau Szalontay, die im Rathaus die nötigen Fäden spinnt.
Weitere Gespräche wurden an das Büffet verlagert, das mit leckeren arabischen und schwäbischen Häppchen bestückt war. Dabei wurde festgestellt, dass die Frauen aus fremden Kulturkreisen nicht nur gut backen können, sondern auch im vergangenen Jahr die deutsche Sprache ordentlich gelernt haben. Die können heute besser deutsch als wir Schwaben arabisch.

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Die großen und kleinen
Projekte in Eislingen

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählervereinigung im Eislinger Gemeinderat Andreas Cerrotta stellte bei Kolping das Entwicklungskonzept „Innere Stadt 2030“ vor. Mit Bildern und Plänen, die vom Stadtplanungsbüro Baldauf stammen und von der Pressestelle der Stadt zur Verfügung gestellt wurden, konnte er seinen Vortrag interessant und anschaulich gestalten. Mit den Bildern wurde gleich zu Anfang deutlich was sich in den vergangenen Jahren schon getan hat.

(gf) In der Neuen Mitte musste das Schloßtheater dem neuen Rathaus weichen, und an der Hindenburgstraße wurde ein neues Geschäftshaus gebaut. Die Schlossapotheke hat Gott sei Dank überlebt. Erneuerungen gab es an der Ulmer Straße, an der Stuttgarter Straße mit dem Mühlbachkreisel, an der Wasen-/Turnhallenstraße, und als jüngstes Projekt wurde die Auffahrt von der Daimlerstraße zur neuen B10 fertiggestellt. Für die kommende Zeit stehen weitere Bauprojekte an. Die Mühlbachtrasse soll gebaut werden, damit der Schlossplatze entlastet wird. Die Bahnunterführung soll neu gestaltet werden um die Unfallgefahr für Radfahrer zu reduzieren. Eventuell soll eine zweite Röhre gebaut werden. Das Bahnhofumfeld mit dem zugehörigen Parkplatz soll atraktiver werden. Car-sharing und Fahrradverleih soll angeboten werden. Der Bau eines Parkhauses sei angedacht. Der Bahnhofplatz soll ein Mobilitätspunkt werden. Eine weitere Baustelle für die Zukunft gibt der Bereich Filsufer und das Haug-Areal. Das Filsufer könnte begehbar und erlebbar gemacht werden. Noch weiter im Süden muss einmal der Hirschkreisel und die Gestaltung des Umfeldes der Lutherkirche in Angriff genommen werden. Die gezeigten Bilder luden zum Träumen ein, wie sich vieles verändern könnte. Es wird spannend werden, wie sich diese Traumbilder umsetzen lassen. Wenn Cerrotta einen Ausspruch Wolfgang Schäuble´s zitiert: „Wir machen jeden Tag hunderte Fehler, aber ganz schlecht sind wir nicht“, dann kann ja nichts schief gehen. Er betonte die gute Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen im Gemeinderat und der Verwaltung der Stadt. In der anschließenden Gesprächsrunde wurden Fragen zu verschiedenen Themen gestellt: Warum sind nicht alle Ruhebänke ausgetauscht worden? Warum wurde der Spielplatz an der Saurierbrücke geschlossen?, LKW-Zufahrt zu Fa. ZG?, Einkaufsmöglichkeit nach Schließung der Kaufstätte?, Ärztliche Versorgung in der Stadt? Abschließend berichtete Andreas Cerrotta kurz von seiner Arbeit im Kreistag.

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Kirche am Ort -
Kirche an vielen Orten gestalten

„Unter diesem Thema sind in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Kirchengemeinden unserer Seelsorgeeinheiten aufgerufen miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, wahrzunehmen, gemeinsam zu entwickeln und miteinander zu gestalten.“

(gf) Pfarrer Bernhard Schmid, Präses der KF Eislingen, führte bei der Kolpingsfamilie in dieses Thema ein. Auf Dekanatsebene wird dieser Prozess von Simone Jäger begleitet, von der auch einige Texte dieses Berichtes stammen. Es geht darum, Veränderungen in der Kirche tendenziös von unten, also von den einzelnen Gemeindemitgliedern anzustoßen und durchzuführen. Jeder Einzelne ist zur Mitarbeit aufgerufen. Die Planung dieses Vorhabens ist in 3 Phasen gegliedert, die sich aber zeitlich überlappen sollen und müssen.

Für die Umsetzung dieser Aufgabe sollte im Kirchengemeinderat ein Prozessteam gebildet werden. Bei uns in St. Markus / Liebfrauen wird das aber der Pastoralausschuss übernehmen.

Der interessante Vortrag und die anschließende Diskussion bewirkte sicher bei manchem Teilnehmer auch eine persönliche Standortbestimmung.

Auf der Internetseite des Dekanats ist dieses Projekt ausführlich beschrieben.
www.kath-dekanat-gp-gs.de/kirche-am-ort

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