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Kolpingsfamilie Eislingen

Alexander Warmbrunn im Gespr├Ąch

Referent:  Alexander Warmbrunn(gf) Alexander Warmbrunn hat am 1. September 2009 die Leitung des Kultur-und Sportamtes von Alois Eichhorn ├╝bernommen. Wie er in seiner Begr├╝├čung sagte, hat er die Einladung der Kolpingsfamilie zu einem Gespr├Ąch ├╝ber sein Amt und seine Visionen gerne angenommen. Gespr├Ąch sei Kultur, und Kultur bedeute, den Boden bestellen.
Dem ebenfalls anwesenden B├╝rgermeisterkandidaten Bernd R├Â├čner war offenbar die gewandte hochdeutsche Sprache aufgefallen. Er fragte Alexander Warmbrunn ob er Schwabe sei, was Herr Warmbrunn best├Ątigen konnte. Er habe seine famili├Ąren Wurzeln in Eislingen, sei in Holzhausen aufgewachsen und in G├Âppingen zur Schule gegangen. Weitere Stationen waren das Kulturamt in Esslingen, verschiedene Studieng├Ąnge teilweise parallel zu seiner Arbeit, und die Gemeinde Rechberghausen. Gerade in Rechberghausen konnte er sehr viel in die Wege leiten und bewegen. Durch diese Arbeit fand er Zugang zu vielen bekannten K├╝nstlern, was seiner Aufgabe in Eislingen zu Gute kommen soll. Um auch ├╝ber den Tellerrand des Schwabenlandes hinaus zu blicken zog er nach Z├╝rich und konnte am dortigen Opernhaus auch internationale Erfahrungen sammeln.
Alexander Warmbrunn stellte nun sein neues Amt vor. Aus dem fr├╝heren Kultur-Sport- und Schulamt wurde das Schulamt ausgegliedert und dem Sozialamt zugeordnet. Zum Amt geh├Ârt: Stadtb├╝cherei, Hallenbad, Vereine, Vereinsf├Ârderrichtlinien, Hallenbelegung, Jugendmusikschule, Stadthalle und Kulturarbeit, und die Volkshochschule.
Die operative Leitung der Volkshochschule wurde Frau Schwendemann ├╝bertragen. Frau Lieb ist f├╝r die Stadthalle zust├Ąndig. Frau Wechmann wurde letzte Woche nach 18 Jahren Dienst, auf ihren Wunsch, in den Ruhestand verabschiedet. Frau Ernst bearbeitet u.a.die Abonnemente und die Volkshochschule. Frau Ziegler ist die Sekret├Ąrin von Herrn Warmbrunn. Die Stelle von Frau Wechmann wurde als 40% - Stelle ausgeschrieben und wird neu besetzt.
Die Zusammenarbeit mit den ├Ârtlichen Vereinen ist Herr Warmbrunn sehr wichtig. Er m├Âchte gerne durch gemeinsame Aktionen die Vereine zusammenf├╝hren, was zum Beispiel im Rahmen des Stadtfestes und des Jubil├Ąums 2011 m├Âglich w├Ąre. Die ehrenamtliche Arbeit in den verschiedenen Richtungen habe auch viel mit Kultur zu tun. Dass Kunst nur Geld kostet das wir nicht haben, l├Ąsst er nicht gelten. Kinder und Jugendliche k├Ânnen zum Beispiel in einem Theaterst├╝ck zu Themen wie Mobbing oder h├Ąusliche Gewalt angesprochen werden, f├╝r die sie sonst nur schwer zu erreichen w├Ąren. Diese Ausgaben k├Ąmen vielfach wieder herein. Aus der Geschichte k├Ânne man lernen, dass gerade in Notzeiten sich Menschen in kulturellen Vereinen zusammengeschlossen haben um gemeinsam der Not zu begegnen.
Gerade der Austausch und die zwischenmenschliche Kommunikation sei in wichtiger Aspekt von Kultur. Dazu geh├Âre auch, ├╝ber brisante Dinge zu reden, wie der Mordfall in Eislingen. Wie gehen wir damit um, was geht in diesen K├Âpfen vor? Was haben die Senioren in Eislingen f├╝r Probleme, oder auch Wissen, das f├╝r andere wertvoll sein kann? F├╝r alle solche Fragen ein Forum zu schaffen ist auch Aufgabe des Kulturamtes.
Herr Warmbrunn lobt die Eislinger Stadthalle als die sch├Ânste Halle der Region. Mit ├╝berregionalen Veranstaltungen kann Werbung f├╝r die Stadt gemacht werden und Leute aus der Umgebung angezogen werden, wovon zum Beispiel auch die Gastronomie profitieren w├╝rde.
In diesem Zusammenhang machte er etwa auf das Theaterst├╝ck ÔÇ×Franziskus - Gaukler Gottes“ von Dario Fo aufmerksam, das am 28.3.2010 aufgef├╝hrt wird. Es spielen Alberto Fortuzzi, Johannes Reichert und Klaus Wuckelt.
Das Jahr 2011 soll im Zeichen des Jubil├Ąums ÔÇ×1150 Jahre Eislingen“ stehen und mit vielen Veranstaltungen verteilt ├╝ber das ganze Jahr begangen werden.
Alexander Warmbrunn beendete seinen Vortrag mit den Worten von Karl Valentin: ÔÇ×Kultur ist sehr sch├Ân, macht aber viel Arbeit“.