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Kolpingsfamilie Eislingen

Bergfahrt 2009
Aggensteingipfel

Aggensteingipfel

Dreikreuzkapelle

Dreikreuzkapelle

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(gf) Die ÔÇ×familienhafte Gemeinschaft“ der Kolpingsfamilie Eislingen zeigte sich wieder einmal im Kreis der Teilnehmer und in der Auswahl des Quartiers. Die ├ältesten waren ├╝ber 70 Jahre alt, die J├╝ngsten hatten noch nicht einmal das erste Jahr vollendet. Dazu passte als Unterkunft das Kolping-Familienzentrum ÔÇ×Allg├Ąuhaus“ in Wertach. Bodo und Daniela Staudenmaier, unsere Wanderf├╝hrer, hatten dem Rechnung getragen und die Wanderer in zwei Gruppen aufgeteilt. An beiden Tagen wurden einfache Wanderungen, die auch mit dem Kinderwagen bew├Ąltigt werden konnten, und f├╝r die bergg├Ąngige Gruppe entsprechende Touren ausgesucht.

Am Freitag, trafen sich alle Teilnehmer auf dem Parkplatz Vilstals├Ąge bei Pfronten.  Gruppe 1 wanderte im Tal der Vils entlang zum sieben Kilometer entfernt auf einer Aussichtsterrasse gelegenen Alpengasthof ÔÇ×Rehbach“, um nach guter Einkehr auf dem gleichen Weg zur├╝ck zu gehen. Die zweite Gruppe testete ihre Kondition bei einem Anstieg von 600 H├Âhenmeter ├╝ber die Gundh├╝tte zur Dinserh├╝tte auf 1493 m. ├ťber die Stubenalpe bei Jungholz ging es wieder zur├╝ck ins Vilstal. Leider war die Sicht auf die umliegenden Berge doch sehr durch tiefh├Ąngende Wolken beeintr├Ąchtigt. Aber etwas anderes konnten wir beobachten und trauten anfangs unseren Augen nicht. Auf der Weide stand bei den Haflinger Pferden ein Reh. Es war kein bischen scheu und lie├č sich auch aus der N├Ąhe bewundern. Aus der N├Ąhe stellten wir dann fest, dass es unserer Ansicht nach kein Reh war, sondern ein Hirschm├Ądchen und dass dieses wohl von einer Pferdemutter aufgezogen wurde, und immer noch die Milchquelle suchte.

Gemeinsam fuhren beide Gruppen am sp├Ąten Nachmittag zum ÔÇ×Allg├Ąuhaus“ um die Zimmer zu belegen und das Abendessen, das auch auf Kinder ausgerichtet war, einzunehmen.

Der Samstag begann recht tr├╝be. Die Sonne fand keine L├╝cke in den Wolken. So fuhren wir mit gemischten Gef├╝hlen zur Breitenbergbahn nach Pfronten. Aber unsere Sorge war umsonst. Der Monitor zeigte den Aggenstein ├╝ber den Wolken im Sonnenlicht, der Bergwanderung stand nichts mehr im Wege. Es wurde ein herrlicher Tag. Mit der Seilbahn fuhr eine Gruppe durch die Nebelwand zur Hochalpe um den 1985 m hohen Aggenstein zu besteigen. Viele Wanderer hatten das gleiche Ziel, und auf dem Gipfel wurde es eng. An eine gem├╝tliche Einkehr in der Bad Kissinger H├╝tte war nicht zu denken, aber auf den Almwiesen um die H├╝tte hat es ja gen├╝gend Platz um das mitgebrachte Vesper zu verzehren. Weiter f├╝hrte der steinige Weg hin├╝ber zum F├╝ssener J├Âchl. Auf diesem Weg st├╝rzte ein Teilnehmer und verletzte sich an der Hand. Ob bei dieser gro├čen Zahl der Wanderer die Schutzengel ├╝berfordert waren kann nicht mit Sicherheit gekl├Ąrt werden. Mit der dortigen Seilbahn erreichten wir die Ortschaft Gr├Ąn im Tannheimer Tal, wo die zweite Gruppe den Tag verbracht und zwei Autos f├╝r uns bereitgestellt hatte. Die zweite Gruppe war also ├╝ber Gr├Ąn an den Haldensee gefahren und hat bei einer sch├Ânen Wanderung um den See und Nesselw├Ąngle die Berge von unten bewundert. Der Blick auf ÔÇ×Rote Fl├╝h“ und ÔÇ×Gimpel“ ist schon etwas Besonderes.

Auch von dieser Wanderung gibt es etwas zu berichten. Wer fr├╝her die Anfahrt zum Haldensee-Haus des DAV beschreiben wollte, konnte sich auf die Kapelle an der Bundesstra├če beziehen, welche durch das Tal f├╝hrt. Diese alte ÔÇ×Dreikreuzekapelle“, welche aus der Zeit der Salztransporte stammte, gibt es nicht mehr. Dazu steht im Internet folgende Erkl├Ąrung:

ÔÇ×Leider sind die unz├Ąhligen Jahre direkt an der Bundesstra├če mit dem immer st├Ąrker werdenden Verkehr sowie den schwierigen klimatischen Verh├Ąltnissen, vor allem im Winter, nicht spurlos an der Dreikreuzkapelle vorbeigezogen. Sie musste im Fr├╝hjahr 2005 der Umfahrungsstra├če Nesselw├Ąngle weichen. Selbst eine Versetzung der Kapelle weg von der Stra├če war nicht mehr sinnvoll, da sie sich in einem sehr desolaten Zustand befand.

Dennoch ÔÇ×lebt“ die Kapelle nun an einem neuen, geographisch etwas weiter n├Ârdlich gelegenen Ort weiter… Mit Blick auf den ehemaligen Standpunkt der alten Kapelle und mit Blick auf alles, das sich im Laufe der Geschichte ver├Ąndert hat:

Zum Beispiel der Salzstra├če, die zu einer modern ausgebauten Umfahrungsstra├če wurde. Aber vor allem mit Blick auf all jenes, welches ├╝ber die Jahrhunderte gleichgeblieben ist: Dem Vertrauen, dass man mit gemeinsamer Kraft und gemeinsamem Glauben Zeichen setzen  kann, die nicht vergessen werden, weil sie in den Herzen der Menschen weiterleben.

M├Âge die neu erbaute Dreikreuzkapelle allen glaubenden, hoffenden, reisenden oder suchenden Menschen eine St├Ątte der Ruhe, des Innehaltens und des Friedens sein.“

Der Sonntag begann mit einem Gottesdienst in Wertach bevor alle Teilnehmer nach Jungholz fuhren, um nach einem gem├╝tlichen Spaziergang und einer abschlie├čenden Einkehr die Heimfahrt anzutreten.